EV Gewinn

Mit dieser Position geben wir eine öffentliche Stellungnahme zum heiklen Thema Gewinnablieferung aus der eigenen Elektrizitätsversorgung an die Gemeindekasse ab:

Es ist richtig und wichtig, dass nicht jedes Jahr von Neuem immer das Gleiche verhandelt werden muss. Eine verbindliche Haltung zur Verwendung des EV-Gewinns ist demzufolge festzu­halten. Dieser Beschluss ist aber nicht in Stein gemeisselt, er ist sporadisch alle 3-5 Jahre zu überprüfen.

Der Gewinn ist so zu verstehen, dass die notwendigen Ersatzinvestitionen (sprich Zuführung für Spezialfinanzierung, Rückstellungen) bereits im Ergebnis abgezogen wurden.

Wir können uns unter folgenden Prämissen eine Gewinnablieferung vorstellen:

  • Der Fonds für die Spezialfinanzierung ist mit max. 10% des Anlagevermögens alimentiert. Hierfür benötigt es einen stets aktuell gehaltenen Anlagespiegel, worin auch die Amortisa­tionspflicht der Anlagen definiert ist. Die Rücklagen in die Spezialfinanzierung erfolgen nach allgemeinen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, wie sie in der Stromwirtschaft gepflegt werden.

  • Es gilt das Primat der Stromkunden. Wir fordern ein betriebswirtschaftlich sinnvolles, aber sehr konkurrenzfähiges Strom-Pricing. Die Preispolitik zeichnet sich durch Verhältnis­mässigkeit und Kontinuität aus. Rückvergütungen erfolgen über Rabatte und andere Abschläge, um kurzfristig agieren zu können.

  • Gegenüber den Strombezügern und Kunden ist transparent zu kommunizieren, welche Tarifteile für die Ablieferungen an die Gemeindekasse beansprucht werden.

Falls ein Fixum an Gewinnfranken abzuliefern ist, beharren wir auf einer klar definierten Obergrenze. Wir stellen uns klar dagegen, höhere Strompreise anzusetzen, um den Betrag für die Gewinnablieferung zu sichern. Der Betrieb für die EV wird stets nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt.